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Persönlichkeit formen" von Uwe Plien (Rheinische Post - zuletzt aktualisiert: 21.10.2006) Xanten (RP) Lions Quest ist eine Fortbildung für 29 Lehrer von fünf weiterführenden Schulen in Xanten. Gestern ging es in der Walter-Bader-Realschule los, heute und morgen wird das vom Lions-Club organisierte Seminar fortgesetzt. Seminarleiter Günther Hennig hatte einen Vorschlag, wofür die Anfangsbuchstaben des Wortes Lions stehen könnten: Leben ohne Nächstenliebe ist sinnlos. Der gelernte Lehrer aus Hameln trainiert 29 Lehrer von fünf weiterführenden Schulen in Xanten. Gestern gings im Musikraum der Walter-Bader-Realschule los, auch heute und morgen lassen sich die Pädagogen das Programm Lions Quest näherbringen.
Die 29 Lehrer und Lehrerinnen formierten sich im Kreis. Noch bis morgen erfahren sie von Trainer Günther Hennig eine Menge über das Lions-Quest-Programm. RP-Foto: Armin Fischer Sozial und kulturell: Der Lions Club will in sozialer und kultureller da helfen, wo offizielle Stellen versagen, beschrieb Dr. Julia Obladen-Kauder, Präsidentin des vor zwei Jahren gegründeten Xantener Lions-Clubs mit 27 Mitgliedern. Das Basisseminar für die Lehrer ist ein erster Schritt auf diesem Weg. Nachdem der Jugendbeauftragte des Lions-Districts Rheinland, Michael Euteneuer, im März in Xanten einen Vortrag über Lions Quest und die Probleme von Jugendlichen beim Prozess des Erwachsenwerdens gehalten hatte, waren die Löwen überzeugt: Ein solches Seminar mache Sinn. Die Fortbildung in der Realschule soll die Lehrer befähigen, die Schüler in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen und zu fördern. Die Teamfähigkeit in Schulklassen ist eine spezielle Herausforderung. Bei Lions-Quest das Programm für zehn- bis 16-jährige Schüler ist sehr systematisch aufgebaut und deshalb kann immer wieder Bestehendes ergänzt werden geht es auch darum, wie die Eltern in die schulische Erziehung mit eingebaut werden kann. Vieles von dem, was die Lehrer wissen müssen, ist in einem Handbuch zusammen gefasst. Bei der Begrüßung der Seminarteilnehmer wandte sich auch Regina Schneider, Leiterin der Bader-Realschule, an die Gruppe. Lions-Präsidentin Obladen-Kauder dankte ihr dafür, dass sie die Räume zur Verfügung stellte. Ihrem Vereinskollegen Christof Schneiderat sprach Obladen-Kauder ein dickes Kompliment für die bravouröse Vorbereitung der Fortbildung aus. Als Vertreter der Stadt war Xantens stellvertretender Bürgermeister Alfred Melters gekommen. Ehrensache für den pensionierten Pädagogen. Er ging kurz auf die Geschichte der Pädagogik ein und zeigte die Spannweite von Drill bis antiautoritärer Erziehung auf. Die heutige Situation an unseren Schulen wird vielfach dramatisiert, so Melters, der die Abqualifizierung von Lehrern zu faulen Säcken als den Höhepunkt einer unerfreulichen Diskussion bezeichnete. Mit Selbstbewusstsein: Seinen Lehrerkollegen riet er, mit Selbstbewusstsein und Autoriät an die Arbeit zu gehen. Der Bürgermeister: Eine solche Fortbildung ist eine gute Form der Besinnung, eine Chance, mal aus dem Alltag der Schule auszubrechen. |
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Lichtblick
für Blinde Die medizinische Versorgung in den meisten Bereichen Afrikas ist denkbar dürftig. Dort gibt es beispielsweise einen Augenarzt für eine Million Menschen in Deutschland sind es etwa 13.000. Dabei ist Versorgungsquote in den ländlichen Regionen Afrikas noch deutlich schlechter. Schwere Augenleiden sind daher weit verbreitet. Der Lions-Club Xanten engagiert sich für das Projekt Sight First II und leistet so einen Beitrag für ein Stipendium, damit ein afrikanischer Arzt ausgebildet werden kann. Elysee ist sechs Jahre alt und lebt in Afrika. Das Mädchen wäre normalerweise erblindet, weil es am Grauen Star, einer Linsentrübung, erkrankt ist. Doch Elysee wurde operiert, heute kann sie wieder sehen und lachen. Damit das Mädchen kein Einzelfall bleibt, engagiert sich der Lions-Club für das Projekt Sight First II Lichtblick für Blinde. Auch der Lions-Club Xanten arbeitet mit. Gemeinsam mit den neun Lions-Clubs aus unserer Region wir sagen Zone vergeben wir ein Stipendium an einen afrikanischen Allgemeinmediziner, schildert Christof Schneiderat, im Xantener Club zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Dieser bereits ausgesuchte Arzt wird durch unsere Unterstützung in dreieinhalb Jahren an der Universitätsklinik in Nairobi in Kenia zum Augenarzt ausgebildet. Für eine Million Menschen. Die Löwen setzen sich aus gutem Grund für das Projekt ein. Schneiderat: In Afrika gibt es einen Augenarzt auf eine Million Einwohner. Zum Vergleich. In Deutschland sind es ca. 13.000. Und die meisten Augenärzte arbeiten in den Städten. Deshalb hat die große Mehrheit der Bevölkerung, die auf dem Land lebt, keine Chance auf augenärztliche Behandlung. Einem großen Teil der Menschen könnte durch kleinere operative Eingriffe geholfen werden; sie könnten wieder sehen, könnte wieder arbeiten und wären nicht auf die Fürsorge ihrer Angehörigen angewiesen. Im Jahre 2004 sind die Lions von der UNO und der WHO darum gebeten worden, eine große internationale Kampagne zu initiieren. Ziel der Kampagne SightFirst II ist es, bis 2008 150 bis 200 Millionen US-Dollar zur Verhütung und Bekämpfung von Augenkrankheiten und Blindheit in den ärmsten Ländern der Erde zu sammeln. Den Fachleuten von WHO und UNO ist bewusst, dass eine wirtschaftliche und politisch stabile Entwicklung in den Ländern Zentralafrikas nur möglich ist, wenn die Menschen gesund sind und Zugang zu medizinischer Grundversorgung haben. Nur dann können sie ihr wirtschaftliches und gesellschaftliches Leben eigenständig gestalten. Durch mangelnde Ernährung, Hygiene und unzureichende medizinische Versorgung nehmen Erkrankungen dramatisch zu. Es gibt gegenwärtig noch 37 Millionen blinde Menschen auf der Welt. 160 Millionen sind hochgradig sehbehindert. 90 Prozent der Blinden leben in den armen Ländern, allein 6,8 Millionen in Afrika. Dabei wäre 80 Prozent der Blindheit auf der Erde verhütbar. So wie bei der sechsjährigen Elysee, der geholfen wurde. Spendenkonto: Volksbank Main-Taunus, BLZ 500 922 00, Kontonummer 30 33 33 30, Kennwort: Lichtblick für Blinde.
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